Wie kommt das Küken ins Ei?

In 21 Tagen entsteht aus einem befruchteten Hühnerei ein lebendiges Küken. Das Ei enthält alle Stoffe, die zur Entwicklung nötig sind, und wird von der Henne gepflegt.

Was war zuerst, das Huhn oder das Ei?

Was war zuerst, das Huhn oder das Ei? Bild: Fesus Robert/Shutterstock.com

Rührei? 3-Minuten-Ei? Oder doch ein Spiegelei? Hühnereier sind ohne Zweifel ein wohlschmeckendes Nahrungsmittel. Doch biologisch gesehen dienen sie der Fortpflanzung. Wenn das Ei vom Hahn befruchtet wird und nicht nach kurzer Zeit auf dem Frühstückstisch landet, entsteht daraus ein lebendiges Küken.

Das Ei entwickelt sich von innen nach aussen

Aufbau eines Eies

Bild: Horst Frank/Wikimedia Commons, CC-Lizenz

Die Eibildung beginnt in der Henne, genauer in ihrem Eierstock. Dort befinden sich zahlreiche Eizellen, um die herum sich gelber Dotter anlagert. Diese Dotterkugeln wandern dann durch den Eileiter und können dort von den Spermien des Hahns befruchtet werden. Auf seinem weiteren Weg durch den sogenannten Legedarm wächst das Ei und entwickelt sich weiter. Am Dotter entsteht eine Keimscheibe – die erste Entwicklungsstufe des Embryos. Um den Dotter herum bildet sich Eiweiss, auch Eiklar genannt. Der Dotter wird dabei durch die „Hagelschnur“ an seinem Platz gehalten. Die durchsichtigen Schalenhäute werden gebildet, zwischen denen am stumpfen Ende des Eis eine Luftblase entsteht. Anschliessend folgt die Entwicklung der porösen und luftdurchlässigen Kalkschale, welche erst kurz vor der Eiablage fest und pigmentiert (d.h. gefärbt) wird. Zum Schluss bildet sich ein Eioberhäutchen, als Schutz vor Krankheitserregern.

Temperatur und Pflege müssen stimmen

Die ganze Entwicklung des Eis dauert 24 Stunden, dann wird das Ei gelegt. Die Entwicklung des kleinen Kükens findet ab jetzt nicht mehr im Körper der Mutter statt.
Die Henne legt über mehrere Tage hinweg Eier in ihr Nest und beginnt erst dann mit dem eigentlichen Brüten. Solange die Eier noch nicht bei der richtigen Bruttemperatur (38°C–40° C) gewärmt werden, wird die Entwicklung der Embryonen nämlich aufgehalten. So synchronisiert sich der Schlüpfungsprozess, das heisst, alle Küken schlüpfen zum gleichen Zeitpunkt.
Damit die Entwicklung des kleinen Kükens weitergehen kann, muss das Ei nicht nur gewärmt, sondern auch regelmässig gedreht werden. Viel Arbeit also für eine Henne ... Natürlich gibt es in der modernen Hühnerzucht auch Brutapparaturen, welche die Eier automatisch wärmen und drehen.

Ein Blick ins Ei-Innere

Im Innern des Eis wächst das kleine Küken heran. Zuerst bilden sich Blutgefässe, das Zentralnervensystem und die Augen aus, dann das Herz. Schon nach 3 Tagen kann man das Herz schlagen sehen. Die weiteren Organe, die Flügel und die Beine entwickeln sich, und das Geschlecht des Embryos wird erkennbar. Am 10. Tag sieht der Embryo bereits aus wie ein kleiner Vogel, und die Bildung der Federn beginnt. Von nun an wird das kleine Küken vor allem grösser, bis es nach 21 Tagen schlüpft. Um aus der Eierschale „auszubrechen“ benutzt es seinen Eizahn, eine Struktur aus Horn auf seinem Schnabel.

Auf der Website nandu.na.funpic.de finedst du tolle Fotos zur Entwicklung eines Hühnerembryos. Ausserdem gibt's auf rund-ums-ei.at ein spannendes Video dazu.

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