Wie funktioniert ein Gaskraftwerk?

In einem Gaskraftwerk wird die Energie, die in brennbaren Gasen gespeichert ist, in elektrische Energie umgewandelt.

Rohre und Leitungen von unterschiedlicher Dicke führen Erdgas zu einem Gaskraftwerk

Rohre und Leitungen von unterschiedlicher Dicke führen Erdgas zu einem Gaskraftwerk. Bild: GTS Production/Shutterstock.com

In Gasen wie Erdgas und Biogas ist Energie in Form von Kohlenstoffverbindungen gespeichert. Bei der Verbrennung dieser Gase mit Sauerstoff entstehen die Abgase Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf. Ausserdem wird viel Wärme frei.

In einem Gaskraftwerk werden diese Verbrennungsgase genutzt, um Gasturbinen anzutreiben. Die Energie, die ursprünglich in den brennbaren Gasen gespeichert war, lässt sich aber noch weiter nutzen: Dazu wurden sogenannte Gas-und-Dampf-Kombikraftwerke entwickelt.

Eine Kombination von Gas- und Dampf-Turbinen nutzt die gespeicherte Energie zweifach

Auch nach der Gasturbine ist nämlich noch eine Menge Verbrennungswärme vorhanden. Diese wird genutzt, um in einem „Abhitzekessel“ Wasser zu verdampfen. Der Wasserdampf wiederum treibt eine Dampfturbine an. Wie die Gasturbine ist auch die Dampfturbine an einen Generator gekoppelt, der elektrischen Strom erzeugt. Das funktioniert ähnlich wie in einem Wasserkraftwerk, in dem ein Generator über ein Wasserrad angetrieben wird.

Prinzip eines Gas-und-Dampf-Kombikraftwerks

Bild: Oldracoon/Wikimedia Commons, CC-Lizenz

In einem solchen Gas- und-Dampf-Kombikraftwerk wird die Energie von Erd- und Biogas zweimal ausgenützt: Das (unten links) einströmende Gas wird mit Luft verbrannt und treibt eine Gasturbine an. Die Verbrennungswärme erhitzt Wasser im Abhitzekessel, und der entstehende Wasserdampf strömt über eine Dampfturbine. Beide Turbinen erzeugen über Generatoren Strom.

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