DNA-Wissen angewandt

Die Entdeckung der Doppelhelix-Struktur der DNA und die Möglichkeit DNA-Sequenzen zu lesen, hat nicht nur die Grundlagenforschung weitergebracht. Auch im Alltag wird dieses Wissen vielfältig angewandt. Hier ein paar Beispiele.

Was im Labor stattfindet, ist nicht nur im Labor relevant.

Was im Labor stattfindet, ist nicht nur im Labor relevant. Bild: anyaivanova / Shutterstock.com

Kriminalistik

Das „Human Genome“ Projekt feiert 2013 sein 10-Jahresjubiläm. Von 1990 bis 2003 wurde innerhalb 13 Jahren das gesamte menschliche Erbgut sequenziert. Das bedeutet, dass nun die gesamte menschliche DNA-Sequenz bekannt ist. Natürlich besitzen nicht alle Menschen exakt die gleiche DNA-Sequenz, sonst würden wir alle gleich aussehen. Die Kenntnis der menschlichen DNA-Sequenz und der Unterschiede, die zwischen der einzelnen Individuen bestehen, erlauben nicht nur den biologischen Vater eines Kindes mittels eines Vaterschaftstests zu bestimmen, sondern auch mysteriöse Kriminalfälle zu lösen. Ein Haar vom Tatort oder eine Speichelprobe des Verdächtigen können ausreichen, um mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Verbrecher zu identifizieren oder umgekehrt die Unschuld eines Angeklagten zu beweisen. Auch Jahrzehnte nach der eigentlichen Straftat. Mehr dazu findest du hier.

AOC

AOC steht für Appellation d’Origine Contrôlée (französisch für kontrollierte Herkunftsbezeichnung). Was hat das mit DNA zu tun? Neben dem menschlichen Genom ist auch das Erbgut zahlreicher weiterer Lebewesen bekannt. So kann durch die DNA-Analyse bestimmter Bakterien im Käse die Herkunft des Käses überprüft werden.  Käsefälschern, die billig produzierten Käse unter einer falschen Herkunftsbezeichnung teurer verkaufen wollen, kann so auf die Schliche gekommen werden. Mehr dazu findest du hier.

Artenschutz

Junge Elefanten, die in Zoos zur Welt kommen, haben ein hohes Sterberisiko. Eine Ursache für das Elefantensterben ist das Elefanten-Herpesvirus, ähnlich dem menschlichen Herpesvirus, welches lästige Fieberbläschen beim Menschen verursacht. Mittels Genanalyse versuchen die Forscher nun verschiedene Typen dieses Virus zu identifizieren und diagnostische Methoden zu entwickeln, so dass die Elefantenbabys frühzeitig behandelt und gerettet werden können. Mehr dazu findest du hier.

Das Ende des USB sticks?

Was hat DNA mit digitalen Speichermedien gemeinsam? Beide speichern Informationen in verschlüsselter Form. Der Vorteil der DNA als Speichermedium ist, dass sie sehr dicht verpackt sehr viel Information beinhalten kann, und für Jahrhunderte, ja gar Jahrtausende, aufbewahrt werden kann. In einem Versuch DNA als Speichermedium zu nutzen, haben Forscher Text-, Bild- und Ton-Dateien in eine DNA-Sequenz übersetzt und gespeichert. Mehr dazu findest du hier.

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