Was ist Functional Food?

Functional Food – so nennt man Lebensmittel, die über den normalen Ernährungswert hinaus eine gesundheitsfördernde Wirkung auf den Körper haben sollen. Diesen „Zusatznutzen“ bekommt Functional Food durch die Zugabe von speziellen Stoffen: Das sind am häufigsten Vitamine, Mineralstoffe, Probiotika und Präbiotika.

Nahrungsergänzungsmittel können als Pille daherkommen.

Nahrungsergänzungsmittel können als Pille daherkommen. Doch auch Joghurt, Cornflakes und viele andere Lebensmittel enthalten Zusatzstoffe, die die Gesundheit fördern sollen. Bild: Kzenon/Shutterstock.com

Vermutlich isst du ohne es zu wissen jeden Tag Functional Food, denn die meisten Cornflakes und viele andere Lebensmittel sind mit Vitaminen und Mineralstoffe angereichert. Häufig eingesetzt werden Vitamin C, A, E, Calcium und Magnesium. Der erste Functional Food in der Schweiz war eigentlich die Ovomaltine. Ovomaltine ist mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert. Es gibt sie bereits seit 1904, der Begriff Functional Food kam jedoch erst viel später auf.

Seinen Ursprung hat Functional Food in Japan. Dort gibt es seit 1985 sogenannte ‚FOSHU’ (Foods for specific health use). Das erste FOSHU war Yakult (1935), ein Getränk auf Magermilchbasis, welches das probiotische Bakterium Lactobacillus casei enthält.

Functional Food wurde in den letzten Jahren auch in Europa immer populärer

Inzwischen gibt es hunderte Produkte auf dem Markt, die dem Konsumenten alles Mögliche versprechen: Eine bessere Verdauung, starke Knochen oder ein gesundes Herz. Oft ist es schwierig zu beurteilen, was bei solcher Werbung wirklich wahr ist. Auch hinkt das Lebensmittelgesetz dem Markt etwas hinterher. Neue Lebensmittel werden aber genau geprüft, bevor sie zum Verkauf zugelassen werden. Sie dürfen nicht als Heilmittel angepriesen werden, und der Konsument darf nicht mit Werbung getäuscht werden. Aussagen wie „dieses Produkt macht schlank“ sind verboten. Gesundheitliche Anpreisungen über den Nutzen eines bestimmten Inhaltsstoffes aber sind erlaubt. So darf zum Beispiel ein kalziumhaltiges Lebensmittel damit werben, dass Kalzium ein wichtiger Bestandteil von Knochen und Zähnen ist.

Das Bundesamt für Gesundheit sagt über Functional Food: Functional Food kann eine bewusste Ernährungsweise im besten Fall sinnvoll ergänzen. Keinesfalls können damit gravierende Ernährungsfehler behoben werden. Zuerst muss also die Basis der Ernährung stimmen! (Mehr Infos zu einer ausgewogenen Ernährung findest du in der Lebensmittelpyramide.)

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