Profifussballer werden - Was braucht es dazu?

Fussballbegeisterte Jungen träumen davon: als Profis Tore zu schiessen und dabei von Tausenden von Fans bejubelt zu werden. Doch um Profifussballer zu werden, braucht es hartes Training, Talent und die richtigen körperlichen Voraussetzungen.

Messi in Aktion.

Leo Messi (rechts) in Aktion. Bild: Natursports/Shutterstock.com

Talent und hartes Training sind natürlich die beiden Hauptvoraussetzungen, die zum Erfolg eines Profifussballers beitragen. Doch auch körperlich muss es stimmen. Fussballer sind Athleten und Athleten zeichnen sich durch einen kräftigen Körperbau und eine ausgeprägte Muskulatur aus. Aber nicht alle Fussballer sehen gleich aus oder haben gleich viel Muskelmasse. Manche sind kräftig und besonders zweikampfstark, andere dünn und dafür besonders schnell, andere klein aber besonders geschickt. Einen optimalen Fussball-Körper gibt es also nicht. 

Klein aber fein

Trotzdem: schaut man die besten Fussballspieler aller Zeiten an, fällt einem etwas auf: viele Fussballlegenden wie Pele (1.73m) oder Diego Maradona (1.66m) und aktive Profispieler wie Lionel Messi (1.69m), Franck Ribéry (1.70m) und Xherdan Shaqiri (1.69m) sind eher klein, fallen aber mit ihren guten Leistungen auf dem Fussballplatz besonders auf.

Heisst das nun, dass kleinere Menschen die besseren Fussballer sind? - Nein! Der Grund dafür, dass viele berühmte Fussballspieler so klein sind ist ganz einfach: die meisten Topstars kommen aus dem fussballfanatischen Südamerika. Dort sind die Menschen durchschnittlich kleiner als auf anderen Kontinenten.

Auch hoch gewachsene Fussballer haben sich durch ausgezeichnete Leistungen einen Namen gemacht. Vor allem bei Goalies kann ein langer Körper von Vorteil sein. Der grösste aktive Profispieler ist der belgische Torwart Kristof Van Hout mit einer Körpergrosse von 2.08 Metern! Auch als Stürmer kann man ein Riese sein: Nikola Žigi? aus Serbien ist aktiver Nationalspieler und misst ganze 2.02 Meter.

Trainieren bis zum Umfallen

Die Fussballprofis trainieren 6 bis 7 Mal pro Woche, 2 Mal am Tag und vor wichtigen Turnieren sogar noch mehr. Professioneller Fussballspieler ist ein Beruf und gearbeitet wird hart am eigenen Körper. Es braucht Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit und natürlich das Beherrschen der Fussballtechnik. Bei einem Profifussballer sind die Beine am wichtigsten. Der kräftige Oberschenkelmuskel sorgt dafür, dass die Bälle ihr Ziel schnell erreichen und der trainierte Wadenmuskel sorgt für optimalen Stand auf dem Rasen.

Auch der Oberkörper muss trainiert werden. Die Muskelkraft in den Armen, dem Bauch und dem Rücken wird beim Fussballspielen auf die Beinarbeit übertragen. Ein trainierter Oberkörper sorgt auch dafür, dass sich die Profis bei harten Zweikämpfen oder bei einem Sturz nicht verletzen.

Profi ist man schon im Kindergarten

Dieses harte Training fängt aber nicht erst im Profifussballalter an. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Das gilt vor allem im Sport. Nachwuchsspieler müssen ihr Talent und ihr Können mit viel Ehrgeiz und Disziplin fördern, wenn sie eines Tages die Chance auf eine Profikarriere haben wollen. Dabei müssen Jugendliche auf vieles verzichten. Jedes Wochenende Party machen liegt bei einem Nachwuchs- sowie bei einem Profi-Fussballspieler nicht drin.

Die Grundvoraussetzungen für eine Fussballprofikarriere zeigen sich sehr früh: Ballgefühl und Sporttrieb kann man bei Kindern schon im Kindergartenalter beobachten. Superstars wie Beckham oder Ronaldo haben als kleine Jungs vermutlich lieber mit Bällen gespielt als mit Modellautos und sind lieber auf dem Pausenhof herumgerannt als in der Schul-Cafeteria zu hocken.

Fussball beginnt im Kopf – sind Fussballprofis Genies?

Beim Fussball sind nicht nur Muskeln gefragt, sondern auch das Köpfchen. Verschiedene Hirnleistungen wie Motorik, Orientierung, Koordination, Aufmerksamkeit und Interaktion müssen zur selben Zeit abgerufen und eingesetzt werden können. Ein Fußballspieler muss ständig die Positionen seiner Teamkollegen und vor allem den Gegner im Auge behalten. Zudem muss er die Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit des Balles beobachten. Auch wenn es eine andere Intelligenz ist als beim allwissenden Ingenieur oder beim analytischen Schachspieler - Intelligenz ist auch im Sport wichtig.

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