Das morgendliche Frühlingskonzert

Jede Vogelart singt abhängig von Jahreszeit, Tageszeit und Wetter mehr oder weniger häufig und kraftvoll. Alle Arten jedoch singen am meisten im Frühling, denn dies ist die Zeit der Paarung und des Nestbaus.

Singendes Rotkehlchen

Das Rotkehlchen beginnt zu singen, etwa eine Stunde bevor die Sonne aufgeht. Bild: CanStockPhoto

Die Vogeluhr

Dieses Beispiel zeigt, in welcher Reihenfolge die einzelnen Arten zu singen anfangen. Die angegebenen Minuten ab Sonnenaufgang (0) variieren je nach Jahreszeit, Wetter und Störungen von aussen. Bild: SimplyScience.ch, modifiziert von Vogelwarte.ch und WWF.

Das allmorgendliche Frühlingskonzert ist zu Beginn noch kein Konzert. Die einzelnen Arten setzen mit ihrem Gesang nach und nach ein und singen unabhängig voneinander. Die Reihenfolge bleibt immer gleich und hängt von der Tageshelligkeit ab. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer "Vogeluhr" (siehe Bild und Tipp). Die genauen Zeitabstände variieren allerdings in Abhängigkeit von Jahreszeit, Wetter und Störungen von aussen wie Streulicht und Umgebungslärm.

Das Morgenkonzert dauert jeden Morgen etwa zwei Stunden. Einige Arten wie der Hausrotschwanz, die Feldlerche, die Singdrossel und die Amsel beginnen bereits vor der Dämmerung zu singen. Die meisten Vögel, wie die Kohlmeise oder die Mönchsgrasmücke, singen bei Sonnenaufgang. Auch abends sind manche Vögel zu hören, etwa Amseln, Rotkehlchen und Singdrosseln. Und wenn du nachts einen Vogel zwitschern hörst, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Nachtigall.

Mit dieser interaktiven Vogeluhr vom NABU kannst du sehen und hören, wann die einzelnen Vogelarten am Morgen zu singen anfangen.

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