Nach dem Mond greifen

Irina und Philipp von der Primarschule Oberägeri haben sich an der MOONBOTS Challenge für das Finale qualifiziert und haben somit die Schweiz in diesem internationalen Wettbewerb erfolgreich vertreten.

Bild: CanStockPhoto

Irina und Philipp von der Primarschule Oberägeri im Kanton Zug haben an der MOONBOTS Challenge ein Bewerbungsvideo eingereicht und damit den Sprung ins Finale geschafft. 166 Teams aus 24 Ländern hatten sich um einen Platz in der zweiten Runde beworben. Kinder aus aller Welt, wie Malaysia, Ghana, Mexiko, Spanien und den USA, sind mit ihren Ideen und Visionen in dieses Finale eingezogen – und auch die beiden 6. Klässler aus dem abgelegenen Ägerital!

Hier ist ihr Bewerbungsvideo:

 

Und hier ein Video mit ihren Versuchen zu verschiedenen Typen von Meteoritenkratern.

Moonbots Challenge

Die MOONBOTS Challenge soll Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften, Technik und insbesondere für die Weltraumforschung begeistern. Die Challenge animiert Kinder dazu, gemeinsam im Team eine problembasierte, reale Aufgabe mit Robotiksystemen und modernen Technologien wie 3D-Druckern in einer kreativen Weise zu lösen. Die Teilnahme am Wettbewerb fand für die beiden Kinder aus Oberägeri im Rahmen des Lernateliers statt.

Das Aegeri Space Agency-Team 2017 mit ihrem Lehrer. Bild: Aegeri Space Agency

Die Erde vor Asteroiden schützen

In der ersten Phase des Wettbewerbes galt es, die Frage, was bei einer zukünftigen Mondmission zum Wohle der Menschheit auf unserem Trabanten zurückzulassen wäre, in einem zweiminütigen Video zu beantworten. Die Kinder waren angehalten, dazu ihrer Phantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen und ihre Ideen dennoch mit wissenschaftlichem Hintergrund zu verbinden.

Die Inspiration für die Idee von Irina und Philipp lieferte der spektakuläre Meteorit von Tscheljabinsk, der 2013 für Aufsehen sorgte. Träfe ein noch grösserer Meteorit oder gar ein Asteroid die Erde, könnte dies verheerende Schäden und sehr viel Leid verursachen. Das Schweizer Team "Aegeri Space Agency" möchte deshalb auf dem Mond eine Beobachtungsstation für Asteroiden einrichten und nach Meteoriten Ausschau halten. Dazu sollen Roboter auf den Mond gebracht werden, die diese Station aufbauen, die Mondoberfläche nach Meteoriten absuchen und deren Beschaffenheit weiter analysieren.

Philipp and Irina arbeiten an ihrem Mondmodell. Bild: Aegeri Space Agency

Eine Robotik-Mission im Modell

Die Videoantwort der beiden jungen Forscher wurde von der Jury unter die besten zwölf Ideen des weltweiten Wettbewerbes gewählt! Somit standen die beiden 6. Klässler vor der Aufgabe, die im Video vorgestellte Vision weiterzuentwickeln.

Aus der Idee entstand eine Robotik-Mission im Modell. Dazu gestalteten die beiden eine Mondlandschaft auf einem Robotik-Tisch, bauten und programmierten einen Roboter, der ebendiese Mission autonom ausführte. Dazu standen den beiden Schülern ein 3D-Drucker sowie ein Robotikset zur Verfügung. Die ganze Forschungsarbeit wurde schriftlich und in Form von Bildern und Video-Aufnahmen dokumentiert und anschliessend der Öffentlichkeit in Form eines Vortrags mit Roboter-Demonstration präsentiert.

Für die Jury führten die beiden 6. Klässler ihre Robotik-Mission in einer Live-Übertragung vor. Nun warten sie gespannt auf das Ergebnis des Wettbewerbs, das Mitte Juli verkündet wird. Wir sagen jetzt schon: "Well done, Irina und Philipp, and never stop reaching for the moon!"

AeSA – Ägeri Space Agency

Die Ägeri Space Agency ist ein Jahresprojekt der Klasse 5a aus Oberägeri. Während des gesamten Schuljahrs befasst sich die Klasse mit den Themen Robotik, Wetterkunde, Schweizer Geographie und Raketentechnik. So haben im Jahr 2016 die Schülerinnen und Schüler mit ihren Wetterballonsonden eine Höhe von 32'000 Metern über Boden erreicht und mit den eingebauten Kameras Bilder und Videoaufnahmen der Erde von der "Grenze zum All" gemacht.

Quelle: Medienmitteilung Schule Oberägeri

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