Warum sind Blätter grün und nicht zum Beispiel blau?

Einfach gesagt enthalten grüne Blätter den grünen Blattfarbstoff Chlorophyll. Dahinter steckt aber noch mehr.

Nahansicht von einem grünem Blatt

Pflanzliche Zellen besitzen Chloroplasten, in denen sich das Chlorophyll befindet. Bild: Marko Rupena/Shutterstock.com

Chlorophyll als Lichtfänger

Das Chlorophyll ist für Pflanzen lebenswichtig. Mit diesem Farbstoff kann die Pflanze nämlich die Energie des Sonnenlichts einfangen und zusammen mit Wasser und Kohlendioxid in Traubenzucker umwandeln. Da bei diesem Prozess auch der Sauerstoff entsteht, den wir zum Atmen brauchen, sind Pflanzen für uns lebenswichtig. Diesen Vorgang nennt man übrigens Photosynthese.

Der durch Photosynthese entstandene Traubenzucker ist energiereich und wird als Kraftstoff in alle Teile einer Pflanze transportiert. Dort wird der Traubenzucker für den Aufbau von Holz, Rinde und Blättern gebraucht.

Chlorophyll ist grün

Um zu verstehen, warum das Chlorophyll und somit auch die Blätter grün sind und nicht zum Beispiel blau, muss man zunächst eines wissen: Sonnenlicht ist aus mehreren Farben zusammengesetzt. Das siehst du eindrücklich an einem Regenbogen. Dort spalten die Wassertropfen das Licht in seine Farben auf.

Das grüne Chlorophyll im grünen Blatt nimmt die roten, violetten, blauen und gelben Sonnenstrahlen auf und betreibt mit der Energie aus diesem Licht Photosynthese. Einzig die grüne Farbe braucht das Blatt nicht. Diese Farbe wird vom Blatt einfach zurück geworfen und kommt als einzige Farbe in unserem Auge an. Deshalb sehen Blätter grün aus!

Ruhepause im Winter

Über die kalten, trockenen Wintermonate legen viele Pflanzen eine Wachstumspause ein. Bei den meisten einheimischen Laubbäumen, bildet sich das Chlorophyll zurück und wird langsam abgebaut. Die Blätter an den Bäumen verfärben sich erst und fallen schliesslich ab.

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