Wasser hat eine Haut

Kann eine Büroklammer auf dem Wasser schwimmen?

Bild: Armin Kübelbeck/Wikimedia Commons, CC-Lizenz

Das brauchst du:

  • 1 Glas, gefüllt mit Wasser
  • Büroklammern
  • Spülmittel

So wird's gemacht:

  1. Lege die Büroklammern nacheinander vorsichtig auf die Wasseroberfläche. Bringst du sie zum Schwimmen?
  2. Gib vorsichtig ein paar Tropfen Spülmittel ins Wasser.
  3. Was passiert nun?

Scharf beobachtet:

Die Büroklammern schwimmen auf der Wasseroberfläche. Wenn man Spülmittel ins Wasser gibt, sinken sie jedoch ab.

Was steckt dahinter?

Die oberste Schicht von Wasserteilchen verhält sich wie eine "Haut" über dem restlichen Wasser, da sich die Teilchen gegenseitig anziehen und zum Inneren der Wassermasse gezogen werden. Das nennt man Oberflächenspannung. Dank dieser "Haut" kann sogar eine Büroklammer aus Metall auf der Wasseroberfläche schwimmen, wenn man sie ganz vorsichtig darauflegt.

Wenn man nicht sorgfältig genug ist und die Wasser-"Haut" zerreisst, sinkt die Büroklammer jedoch ab. Sie hat eine höhere Dichte als Wasser; man sagt auch, Metall hat ein höheres "spezifisches Gewicht" als Wasser. Das bedeutet, dass ein Metallwürfel schwerer ist als ein Wasserwürfel von genau derselben Grösse.

Die Büroklammer versinkt auch, wenn man Spülmittel ins Wasser gibt. Spülmittel (oder jede andere Seife) setzt nämlich die Oberflächenspannung des Wassers herab. Die Wasser-"Haut" ist nun nicht mehr stark genug, um die Büroklammer zu tragen.
Weitere Experimente mit Wasser und Spülmittel

Quelle: (c) Chemie Baden-Württemberg, Wasser und Boden, www.chemie.com

Französische Fassung

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