Wasser in allen Farben

Blaue Lagune, Island
Die „blaue Lagune“ ist ein Thermalfreibad in Island. Das warme Wasser stammt aus einigen hundert Metern Tiefe und enthält so viel Kieselsäure, dass sich lange Ketten bilden, die zu einer schlammartigen weissen Masse werden. Ausserdem spiegeln die Kieselsäuremoleküle vor allem die blauen Strahlen des Sonnenlichts, darum bekommt das Wasser eine milchige weiss-blaue Farbe. Bild: apa/Shutterstock.com
Kelimutu, Flores (Indonesien)
Der Vulkan Kelimutu auf der indonesischen Insel Flores besitzt drei faszinierende Kraterseen. Diese wechseln periodisch ihre Farbe und sind entweder schwarz, grün, rotbraun oder türkis. Der Grund für dieses Farbenspiel liegt in den Gesteinsmineralien, die sich im Wasser lösen und je nach Zusammensetzung eine andere Farbe verursachen. Bild: Pius Lee/Shutterstock.com
Asphaltsee, Trinidad
Der schwarze See auf der karibischen Insel Trinidad ist der grösste natürliche Asphaltsee unserer Erde. Aus der Tiefe strömt heisses, flüssiges Bitumen (Naturpech, das entweder natürlich vorkommt oder in der Industrie aus Erdöl gewonnen wird). Es vermischt sich mit Gestein und Wasser und wird zu Naturasphalt. Bild: Martina Jackson/Wikimedia Commons, CC-Lizenz
Champagne Pool, Rotorua (Neuseeland)
Der faszinierend bunte See gehört zum Thermalgebiet „Wai-O-Tapu“ in Neuseeland. Das heisse Wasser enthält grosse Mengen zweier Schwefelverbindungen (Orpiment und Stibnit), die ausfallen und den orangen Rand des Sees bilden. Ausserdem blubbern ständig kleine Gasblasen an die Wasseroberfläche, wie in einem Champagnerglas – darum hat man den See „Champagne Pool“ genannt. Bild: Pichugin Dmitry/Shutterstock.com
Kutscherla, Sibirien
Die Kutscherla ist ein sibirischer Gletscherfluss, der aus dem Kutscherla-Gletscher im Altai-Gebirge kommt. Das milchig-weisse Wasser entsteht durch die Mischung mit der „Gletschermilch“. So nennt man das Abflusswasser eines Gletschers, das fein zerriebenes Gestein enthält. Dieses Gesteinsmehl verteilt sich im Flusswasser und gibt ihm die trübe weisse Farbe. Bild: Stefan Kühn/Wikimedia Commons, CC-Lizenz
Algenblüte vor der Küste von San Diego
Im Wasser befinden sich viele verschiedene Algenarten. Unter bestimmten Umständen kann sich eine Art explosionsartig vermehren und an der Wasseroberfläche ansammeln – man spricht dann von einer „Algenblüte“. Je nach Algenart färbt sich das Wasser dann in einer anderen Farbe. Auf diesem Bild siehst du eine rote Algenblüte, die wahrscheinlich von einer Dinoflagellaten-Art verursacht wurde. Man nennt dieses Phänomen auch „red tide“. Obwohl das rote Wasser schön anzuschauen ist, sollte man besser nicht baden gehen, denn viele Algenarten geben giftige Stoffe ins Wasser ab. Bild: Alejandro Diaz/Wikimedia Commons
Bewachsener Teich
Das Wasser in einem Brunnen oder einem kleinen Teich erscheint oft grünlich-schleimig. Wie du sicher weisst, wird die Farbe von den vielen Wasserpflanzen und Algen verursacht. Je nach Jahreszeit und Nährstoffangebot können sich die grünen Bewohner stark vermehren, vor allem, wenn kaum „Fressfeinden“ im Wasser vorhanden sind. Dann verwandeln sie den Brunnen oder Teich in eine lebendige Pflanzenlandschaft. Bild: Chin Kit Sen/Shutterstock.com
Maly Semjatschik, Russland
Gut versteckt ist dieser smaragdgrüne Kratersee des Vulkans Maly Semjatschik. Das Wasser ist angenehm warm, zum Baden aber völlig ungeeignet – der bunte See ist nämlich ein Säuresee. Schwefeldämpfe aus dem Vulkanschlund mischen sich mit dem Kraterwasser und reagieren zu Säure, so dass der See zu grossen Teilen aus Schwefelsäure und Salzsäure besteht. Diese geben zusammen mit den gelösten Gesteinsmineralien dem See seine Farbe. Bild: Svickova/Wikimedia Commons
Schlammtopf, Island
Dieser blubbernde, stark nach Schwefel riechende Schlammtopf entstand durch eine schwache heisse Quelle. Ein Teil des heissen Wassers verdampft, der andere Teil mischt sich mit vulkanischen Gasen, Asche, Ton und anderen Teilchen zu Schlamm und brodelt munter vor sich hin. Die braun-graue Farbe stammt von den darin enthaltenen Schwefelverbindungen. Bild: Zoe Bont
Grand Prismatic Spring, Yellowstone National Park (Nordamerika)
Das Bild zeigt die „Grand Prismatic Spring“, die grösste Thermalquelle der USA. Die faszinierenden Farben kommen von den vielen Mikroorganismen, die den Randbereich der Quelle bevölkern. Jede Bakterienart besitzt unterschiedliche Farbpigmente, und je nach Wassertemperatur finden sich gelbe, rote, orange, grüne oder braune Bakterien. In der Seemitte leben keine Bakterien mehr, dort ist das Wasser klar und erscheint aufgrund seiner Tiefe leuchtend blau. Bild: EastVillage Images/Shutterstock.com
Chromatic Spring, Yellowstone National Park (Nordamerika)
Diese wunderschön gefärbte heisse Quelle befindet sich im Yellowstone Nationalpark. In der Mitte der Quelle ist die Wassertemperatur am höchsten, zum Rand hin nimmt sie ab. Die Quelle ist von vielen farbigen Bakterien und Algen bevölkert, die je nach Art eine andere Wassertemperatur mögen und so die grün-gelb-orangen Kreise verursachen. Bild: EastVillage Images/Shutterstock.com
Dallol, Aethiopien
Dieses giftig-gelbe Wasser stammt aus einer heissen Quelle im Nordosten Aethiopiens, aus dem Geothermalgebiet Dallol. Das heisse Grundwasser löst beim Aufsteigen verschiedene Mineralien auf, die sich dann an der Erdoberfläche wieder ablagern. Schwefel und Kaliumsalze geben dem Wasser und den Ablagerungen die beeindruckenden Farben. Bild: agrosse/Shutterstock.com
Türkises Wasser, Karibik
Sonne, ein weisser Sandstrand und türkisblaues, glasklares Wasser ... Die schöne Farbe erhält das karibische Meer dank dem weissen Korallensand. Dieser spiegelt nämlich im flachen Wasser das Sonnenlicht und wirft es zurück. Das rote Licht der Sonnenstrahlen aber wird bereits in geringen Meerestiefen vom Wasser geschluckt. Wir nehmen also vor allem die Grün- und Blautöne war und sehen das Meer in einem klaren Türkis. Bild: Martin Valigursky/Shutterstock.com
Rotes Wasser im Sonnenuntergang
Wenn Sonnenlicht auf Wasser trifft, wird ein Teil davon zurückgespiegelt, ein anderer Teil wird gebrochen. Im Wasser wird ein Teil der Strahlung von den Wasserteilchen geschluckt oder abgelenkt und gestreut. Während dem Sonnenauf- und untergang erreicht uns vor allem das rote Licht der Sonnenstrahlen. Dieses trifft in einem flachen Winkel auf die Wasseroberfläche und wird zum grössten Teil reflektiert, so dass wir das Wasser rötlich wahrnehmen. Bild: Stas Moroz/Shutterstock.com
Blausee, Berner Oberland
Im Berner Oberland findet sich ein kleiner, klarer, tiefblauer Bergsee – der Blausee. Seine Zu- und Abflüsse sind unterirdisch, darum ist seine Wasseroberfläche fast immer spiegelglatt. Die blaue Farbe kommt daher, dass der rote Teil des Sonnenlichts vom äusserst klaren Wasser geschluckt, das blaue Sonnenlicht aber fast vollständig zurückgespiegelt wird. Bild: Adrian Michael/Wikimedia Commons, CC-Lizenz
Gelbes Meer
Zwischen der chinesischen Küste und der nordkoreanischen Halbinsel liegt das Gelbe Meer. Seinen Namen hat es vom gelben Schwemmsand, der von verschiedenen Flüssen in das Meer hineingetragen wird und dem Wasser in Küstennähe eine gelbliche Farbe verleiht. Bild: NASA/Wikimedia Commons