Bäche und Flüsse

Bäche und Flüsse formen Landschaften und transportieren das für Pflanzen, Tiere und Menschen lebenswichtige Wasser. Hier findest du eine Auswahl von ganz speziellen Wasserläufen.
Yarlung Tsangpo: Der Höchste
Der Oberlauf des Brahmaputra fliesst unter dem Namen Yarlung Tsangpo durch Tibet. Er ist der höchstgelegene Fluss der Welt (4500–3000 m.ü.M.). (Bild: Ljuba brank/Wikimedia commons, GNU-Lizenz)
Die Neretva: Einer der kältesten
Die Neretva ist einer der kältesten Flüsse der Welt. Die Temperatur ihres Oberlaufs liegt im Sommer durchschnittlich bei 7–8°C. Sie fliesst durch Bosnien und Herzegowina sowie Kroatien. (Bild: bloodua/CanStockPhoto)
Kongo: Der Tiefste
Eine Echolot-Messung der Tiefe des Kongo ergab stellenweise mehr als 220 m, womit er der tiefste Fluss der Welt wäre. Entlang seines Laufs bildet er einige äusserst wasserreiche Stromschnellen. Andernorts fliesst der schokoladenfarbene Fluss langsam und ruhig dahin. (Bild: Kovtunenko/CanStockPhoto)
Amazonas: Der Längste
Eine rund 3.6 km lange Brücke verbindet Manaus und Iranduba am Rio Negro, einem Zufluss des Amazonas. Gemäss Satellitenmessungen ist der Amazonas mit 6992 km der längste Fluss der Welt. (Bild: Saaaaa/CanStockPhoto)
Der Nil: Wiege der Zivilisation
Der Nil in Ägypten, mit dem Tempel auf der Insel Philae. Die frühen Hochkulturen entwickelten sich oft nahe bei Flüssen, den Lebensadern in ansonsten unwirtlichen Gegenden. Unverzichtbar waren diese Wasserstrassen auch als Handelswege. (Bild: prill/CanStockPhoto)
Die Aare: Der Schweizerischste
Die Aare in Bern. Sie hat das grösste Einzugsgebiet aller Flüsse in der Schweiz. Nach 288 km mündet sie in den Rhein. (Bild: polarbearstudio/CanStockPhoto)
Tonle Sap: Der „wankelmütigste“ Fluss
Ein Fischer auf dem Tonle Sap in Kambodscha. Die Flussrichtung des Tonle Sap ändert sich je nach Jahreszeit, ein sehr seltenes Naturphänomen. Während der Trockenzeit fliesst der Tonle Sap vom See desselben Namens in Richtung des Flusses Mekong. Führen die Flüsse Hochwasser, fliesst der Tonle Sap jedoch in Richtung des Sees. (Bild: Anandajoti/Wikimedia commons, CC-Lizenz)
Wadi Abiod: Ein Fluss mit oder ohne Wasser
Die Ghoufi-Schlucht, die vom Wadi Abiod durchquert wird, im algerischen Aurès-Gebirge. Wadis liegen oft trocken, doch nach starken Regenfällen füllen sie sich mit Wasser und führen grosse Mengen Schlamm mit. (Bild: PhR610/Wikimedia commons, CC-Lizenz)
Der Schari, Hauptzufluss des Tschadsees
Der Schari ist ein Fluss in Zentralafrika, der durch die Zentralafrikanische Republik und den Tschad fliesst. Er mündet in den Tschadsee. (Bild: Rebecca Musarra/Wikimedia commons, CC-Lizenz)
Amudarja: Ein Fluss erreicht sein Mündungsgebiet nicht mehr
Der Amudarja ist ein Fluss in Zentralasien, der bis vor einigen Jahrzehnten in den Aralsee mündete. Ein grosser Teil seines Wassers wird für die landwirtschaftliche Bewässerung entnommen. Dadurch ist sein Wasserstand so stark gesunken und die Fläche des Aralsees so sehr geschrumpft, dass der Amudarja heute in der Wüste versickert. (Bild: Peretz Partenski/Wikimedia commons, CC-Lizenz)
Boteti: Ein Fluss macht sich rar
Normalerweise speist das in der Regenzeit aus dem Okavango-Delta überlaufende Wasser den Boteti. Seit Ende der 90er Jahre bleibt das Flussbett des Boteti jedoch trocken, wenn es nicht genug regnet. (Image: NASA’s Earth Observatory)
Die Arda: Ein mäandrierender Fluss
Mäander wie hier an der Arda in Bulgarien entstehen auf natürliche Weise, wenn die Strömung eines Flusses stark genug ist, eines der Ufer auszuhöhlen. Die Sedimente lagern sich dann am anderen Ufer ab. (Image: Evgeni Dinev/Wikimedia commons, CC-Lizenz)
Nowitna: Ein Flusslauf, der sich mit der Zeit ändert
Mäander des Nowitna River in Alaska. Auf diesem Bild sieht man auch frühere Mäander des Flusses, die heute vom Flusslauf abgeschnitten sind. Man nennt sie Altwasser. (Bild: Oliver Kurmis/Wikimedia commons, CC-Lizenz)
Der Tigris: Ein schwer zu zähmender Fluss
Ein Mäander des Tigris. Die Hochwasser dieses Flusses verursachten zerstörerische Überflutungen in Mesopotamien. Schon im 3. Jahrtausend v. Chr. begann man, Dämme zu errichten und Bewässerungskanäle zu bauen. (Bild: Dûrzan cîrano/Wikimedia commons, CC-Lizenz)
Gezeitenwelle: Eine Welle bewegt sich flussaufwärts
Diese Gezeitenwelle wurde in der Bucht von Hangzhou in China gefilmt. Gezeitenwellen treten auf, wenn im Mündungsgebiet eines Flusses der Tidenhub (also der Unterschied im Wasserstand zwischen Ebbe und Flut) besonders gross ist. Die steigende Flut drückt das Wasser entgegen der Strömungsrichtung in den Fluss hinein. Klick auf den Link, um das Video zu sehen. (Video: Thomas Lombard/Wikimedia commons,CC-Lizenz)