Achtung, bissig: Wirbeltiergebisse haben viele Formen

Zahn ist nicht gleich Zahn; Wirbeltiere haben sehr verschiedene Gebisse und Zahnformen entwickelt. Einige spezielle Beispiele seht ihr in dieser Galerie.
Haie – Räuber mit Revolvergebiss
Zähne eines Weissen Hais
Das Revolvergebiss der Haie hat nicht nur eine Reihe von Zähnen, sondern gleich mehrere hintereinander. Im Gegensatz zu den Zähnen vieler Säugetiere haben die Zähne keine Wurzeln und wachsen von innen nach aussen kontinuierlich nach. Dabei liegen sie zuerst horizontal und richten sich fortlaufend auf, bis sie senkrecht zum Kiefer stehen. Bilder: CanStockPhoto, CanStockPhoto
König der Tiere mit imposantem Gebiss: Der Löwe
Löwengebiss
Ein Löwe hat 30 Zähne in seinem Gebiss. Die scharfen Eckzähne benutzt er, um seine Beute zu fangen und festzuhalten. Die Backenzähne haben die Funktion, grosse Stücke Fleisch aus dem erlegten Tier herauszutrennen, während die Schneidezähne benutzt werden, um auch kleine Restchen Fleisch vom Knochen zu lösen. Bild: CanStockPhoto
Achtung, giftig!
Klapperschlange
Giftschlangen besitzen ganz besondere Zähne. Ihre sogenannten Giftzähne sind hohl; beim Biss wird das Gift aus der Giftdrüse damit in das Beutetier gespritzt. Bild: CanStockPhoto
Der Elefant und sein Elfenbein
Elefant
Die markantesten Zähne des Elefanten sind seine Stosszähne. Es sind nicht etwa Eckzähne, sondern modifizierte Schneidezähne. Die Backenzähne des Elefanten sind ebenfalls riesig – ein einzelner Zahn kann bis zu 5 kg wiegen! Bild: CanStockPhoto
Zahnlos durchs Leben: Die Schildkröte
Kopf einer Schmuckschildkröte
Vor mehr als 200 Millionen Jahren hatten auch Schildkröten Zähne. Heutige Arten jedoch zerkleinern ihre Nahrung mithilfe von zahnlosen Kieferleisten. Dabei wird die Nahrung nicht zerkaut, sondern in Stücke gerissen und anschliessend geschluckt. Ziemlich heftig zuschnappen können Schildkröten übrigens auch mit ihren zahnlosen Kiefern! Bild: Betta.1/Wikimedia Commons, CC-Lizenz
Die Vampirfledermaus, ein nachtaktiver Blutsauger
Vampirfledermaus
Vampirfledermäuse besitzen besonders gut ausgeprägte Schneidezähne und Eckzähne. Die Backenzähne werden zusammen mit den Eckzähnen dazu benutzt, eine kleine Stelle des Beutetieres vom Fell zu befreien. Danach wird mit den extrem scharfen Schneidezähnen ein 7–8 mm tiefer Schnitt gemacht und das austretende Blut aufgeleckt. Bild: Uwe Schmidt/Wikimedia Commons, CC-Lizenz
Der Biber: Nager mit orangen Zähnen
Biber mit orangen Zähnen
Die Vorderseite der Schneidezähne von Bibern ist verstärkt mit Eisen und Eisenverbindungen, weshalb sie oft orange erscheinen. Diese Verstärkung mit Eisen hat zwei Funktionen: Zum einen wird so der Zahn härter, und er nutzt sich nicht so schnell ab, wenn der Biber viel Nagearbeit leistet. Die Eisenverbindungen lagern sich nur an der Vorderseite der Schneidezähne ab und nicht an deren Rückseite. Das führt dazu, dass die Vorderseite sich im Vergleich zur hinteren Seite weniger schnell abnützt. So werden die Zähne beim Nagen automatisch geschärft. Mehr über den Biber und seine Lebensweise findest du im Artikel Holzfäller mit starken Zähnen: Der Biber. Bild: Sven Zacek/Wikimedia Commons, CC-Lizenz
Das Nilpferd: Das Grossmaul aus dem Fluss
Gähnendes Nilpferd
Ähnlich wie beim Elefanten sind die Eckzähne des Nilpferdes äusserst markant und können bis zu 70 cm lang werden. Eine Spezialität des Nilpferdkiefers ist seine Beweglichkeit: Er kann bis zu einem Winkel von 150° geöffnet werden! Bild: CanStockPhoto
Bissige Kerle aus dem Amazonas: Die Piranhas
Piranha
Piranhas haben scharfe Zähne, die sie benutzen, um Fleischstücke aus ihrer Beute herauszureissen. Im Schwarm sind sie sogar in der Lage, Wirbeltiere zu erledigen, die viel grösser als sie selbst sind. Beim lebenden Tier wirken die Zähne allerdings gar nicht so bedrohlich, da sie zum grossen Teil von Zahnfleisch und Lippen bedeckt sind. Bild: CanStockPhoto